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DAS KÖNIGREICH AYUTTHAYA

Der Aufstieg und Fall des Königreichs Ayutthaya

Von einer einzigen Inselstadt, gegründet 1350, zu einer der reichsten Hauptstädte der Erde – und dann in einem einzigen Jahr niedergebrannt: Aufstieg und Fall von Ayutthaya, erklärt.

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Eine Hauptstadt, die gegründet wurde, um einer Epidemie zu entkommen

Im Jahr 1350 verlegte König Ramathibodi I. – einst ein Prinz namens U Thong – seinen Hof nach Süden auf eine von drei Flüssen umschlossene Insel, angeblich um einer Seuche an seinem bisherigen Standort zu entkommen, und gründete eine neue Hauptstadt, die er Ayutthaya nannte, nach Ayodhya, der Stadt des Gottkönigs Rama aus dem hinduistischen Ramayana-Epos. Innerhalb weniger Jahrzehnte hatte das neue Königreich das ältere thailändische Königreich Sukhothai im Norden absorbiert, und Ayutthaya war auf einen Weg gebracht, der es für über vier Jahrhunderte zur dominierenden Macht der Region machen sollte.

Eine der reichsten Städte der Welt

Bereits im 17. Jahrhundert hatte Ayutthayas Lage am Chao-Phraya-Fluss die Stadt zu einem bedeutenden internationalen Hafen gemacht, und ihre Könige hießen ausländische Händler bewusst willkommen – chinesische, japanische, persische und indische Kaufleute sowie später portugiesische, niederländische, französische und englische; alle unterhielten ihre eigenen Viertel außerhalb der Stadtmauern. Die Bevölkerungszahlen für die Blütezeit, die einige Historiker anführen, liegen bei nahezu einer Million Menschen – ein Ausmaß, das Ayutthaya damals zu den größten Städten der Welt zählte, größer noch als das zeitgenössische London. Es war weniger eine Hauptstadt eines einzelnen Volkes als vielmehr ein kosmopolitisches Handelszentrum mit dem Königshof im Mittelpunkt.

Ein Königreich, kein gerader Weg des Friedens

Ayutthayas vier Jahrhunderte waren nicht von Ruhe geprägt: Der Thron wechselte ebenso oft durch Erbfolgestreitigkeiten wie durch friedliche Nachfolge, und das Königreich führte wiederkehrende Kriege gegen das benachbarte Burma, darunter eine Besetzung in den 1560er-Jahren, von der sich Ayutthaya innerhalb weniger Jahrzehnte erholte und wieder aufbaute. Diese frühere Geschichte des Wiederaufrappelns ist ein Grund, warum das Jahr 1767 so anders traf – dies war kein junger oder fragiler Staat, als er fiel, sondern eines der ältesten und wohlhabendsten Königreiche der Region, das nach vielen Berichten nahe seinem wirtschaftlichen und kulturellen Höhepunkt stand, kein Staat, der bereits im Niedergang begriffen war.

1767: Das Ende der alten Hauptstadt

Im Jahr 1767, nach einer langwierigen Belagerung, durchbrach eine birmanische Armee Ayutthayas Verteidigungsanlagen, brannte die Stadt nieder und demontierte sie systematisch – sie schmolz bronzene Buddha-Statuen für ihr Gold ein, schleppte Archive und Schätze fort und zwang einen Großteil der Bevölkerung zur Umsiedlung. Es war kein Raubzug; es war die gezielte Vernichtung einer rivalisierenden Hauptstadt. Der siamesische Hof baute an derselben Stelle nie wieder auf. Innerhalb von etwa einem Jahr begann ein neuer Anführer, Taksin, flussabwärts eine Hauptstadt zu errichten – ein Prozess, der schließlich zu Bangkok führte. Die Ruinen Ayutthayas blieben daher über 250 Jahre lang weitgehend unberührt und im Freien liegen.

Warum so viele Buddha-Statuen kopflos sind

Die Reihen kopfloser Buddha-Statuen in den Tempeln von Ayutthaya sind nicht das Werk von Zeit oder Wetter – sie sind ein direktes Zeugnis des Jahres 1767. Burmesische Soldaten enthaupteten die Buddha-Statuen damals absichtlich, sowohl um das Goldblatt oder die kostbaren Einlagen aus den Köpfen zu entfernen, als auch – wie einige Berichte nahelegen – um einen zutiefst buddhistischen Feind zu demoralisieren. Es ist ein unbequemes Detail, aber ein ehrliches: Die Ruinen, durch die Sie heute wandern, sind ebenso ein Kriegsmahnmal wie eine archäologische Stätte – und dieses Wissen verändert, wie die kopflosen Reihen wirken, sobald man den Grund dahinter kennt.

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Nicht sicher, welche Tour die richtige ist, oder wie Sie mit der Hitze und dem Kleidungsstil umgehen sollen?

Hinterlassen Sie Ihre E-Mail-Adresse und ungefähr Ihren Reisezeitraum – wir schicken Ihnen eine kurze Übersicht, welche Ayutthaya-Tempel am wichtigsten sind, wie sich die Tagesausflüge von Bangkok unterscheiden (Bus, Flusskreuzfahrt oder Fahrrad), welcher Kleidungsstil in den Tempeln erwartet wird und wie Sie der Mittagshitze entgehen.

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