WAT MAHATHAT
Wat Mahathat: Der Buddha-Kopf in den Baumwurzeln
Ayutthayas meistfotografiertes Motiv befindet sich in einem königlichen Tempel aus dem 14. Jahrhundert – hier ist die wahre Geschichte hinter dem Buddha-Kopf, der in den Wurzeln eines Feigenbaums ruht.
Ayutthaya-Touren auf GetYourGuide ansehen ↗Ein großartiger Relikttempel, älter als man vermuten würde
Wat Mahathat — der Name bedeutet in etwa „Tempel der großen Reliquie“ — wurde um 1374 unter König Borommaracha I. gegründet und einige Jahrzehnte später unter König Ramesuan erweitert. Es war kein unbedeutendes Heiligtum: Hier befand sich der Sitz des Obersten Patriarchen, des Oberhaupts des thailändischen Mönchsordens, und einer der wichtigsten Tempel der Hauptstadt. Der hoch aufragende Prang in seiner Mitte barg einst heilige Reliquien, daher rührt auch der Name. Wie fast alle Tempel in Ayutthaya sind seine Holzbauten längst verschwunden; was erhalten blieb, sind Ziegel, Stuck und die Grundrissform.
Das Bild, das alle sehen wollen
Direkt hinter dem Eingang, am Fuß eines alten Feigenbaums, ruht ein Sandstein-Buddhakopf fast auf Bodenhöhe – das Gesicht ruhig, leicht geneigt, ringsum umschlungen von dicken Wurzeln, die sich seit über einem Jahrhundert um ihn gelegt haben. Es ist das am häufigsten reproduzierte Bild Ayutthayas – und des thailändischen Buddhismus schlechthin – gerade weil es nicht inszeniert wurde. Niemand hat den Baum um den Kopf herum geschnitzt; der Baum wuchs langsam um einen Stein, der bereits dort lag, und verschmolz Skulptur und lebende Pflanze zu einem Objekt, das weder reines Relikt noch reine Naturkuriosität ist.
Niemand weiß genau, wie der Kopf dorthin gelangte.
Die ehrliche Antwort lautet: Keine Aufzeichnung erklärt es, und mehrere Theorien konkurrieren miteinander. Die am weitesten verbreitete: Als burmesische Truppen 1767 Ayutthaya plünderten, enthaupteten sie absichtlich Buddha-Statuen in der ganzen Stadt, und dieser Kopf kippte einfach neben einen jungen Setzling, der in den folgenden Jahrzehnten der Verlassenheit darum herumwuchs. Andere Berichte deuten darauf hin, dass die Ruinen bereits überwuchert waren, als sich der Kopf vom Körper löste, oder dass er von Plünderern beiseitegeschleift und zurückgelassen wurde. Führer unterscheiden sich darin, welche Version sie bevorzugen – betrachten Sie die Geschichte als teils Folklore, teils Geschichte.
Rund um den Tempel gibt es eine ganze Welt zu entdecken.
Das berühmte Foto zu schießen und weiterzuziehen ist leicht – doch Wat Mahathat ist in Wahrheit eine weitläufige Anlage: ein zentraler Prang im Khmer-Stil, größtenteils eingestürzt, Reihen kleinerer Chedis und Dutzende kopfloser Buddha-Statuen, die entlang der Ziegelgalerien in Meditation sitzen – ein stillerer, nachdenklicherer Anblick als der Baum selbst. Wer das gesamte Gelände erkundet, gewinnt einen Kontext, den das einzelne Bild nicht vermittelt: Hier arbeitete vier Jahrhunderte lang ein Kloster, keine Fotokulisse – und das Ausmaß der Ruinen rund um die Wurzeln macht deutlich, wie viel bei einem einzigen Feldzug im Jahr 1767 verloren ging.
Die richtige Sichtweise
Vor Ort bildet sich schnell eine echte Schlange fürs Foto, und die Regeln sind simpel: In die Hocke gehen oder knien, sodass Ihr Kopf niemals über den des Buddha ragt, Wurzeln und Stein nicht berühren und geduldig warten, statt den kleinen abgesperrten Bereich zu bedrängen. Guides planen in der Regel einen Stopp am Wat Mahathat früh am Tag ein – teils wegen des Lichts, teils weil die Schlange im Laufe des Vormittags nur länger wird. Wer in den Stoßzeiten mit einer Gruppe statt allein ankommt, hat meist eine ruhigere, schnellere Besichtigung und ein ungestörteres Foto – ohne dass jemand hinter einem ins Bild drängt.
Nicht sicher, welche Tour die richtige ist, oder wie Sie mit der Hitze und dem Kleidungsstil umgehen sollen?
Hinterlassen Sie Ihre E-Mail-Adresse und ungefähr Ihren Reisezeitraum – wir schicken Ihnen eine kurze Übersicht, welche Ayutthaya-Tempel am wichtigsten sind, wie sich die Tagesausflüge von Bangkok unterscheiden (Bus, Flusskreuzfahrt oder Fahrrad), welcher Kleidungsstil in den Tempeln erwartet wird und wie Sie der Mittagshitze entgehen.